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Rittergut Harbarnsen

Geländestrecke

Die Geländestrecke auf dem Gelände des Rittergutes Harbarnsen ist Anfang der Neunziger Jahres des vergangenen Jahrhundert zu Trainingszwecken gebaut worden. Seit dem Jahr 2000 finden hier Turnierveranstaltungen mit Geländeprüfungen und seit 2001  auch in ununterbrochener Reihenfolge die Kreismeisterschaften Vielseitigkeit des KRV Hildesheim statt. Die Dienstags und Donnerstags zu Trainingszwecken geöffnete Anlage ist Vielseitigkeits-Trainings-Zentrum des KRV Hildesheim und wird auch von anderen Reitern des Kreisverbandes und der näheren und weiteren Umgebung regelmäßig und intensiv genutzt. Die Geländepferdeprüfungen bei den Turnierveranstaltungen haben schon zahlreiche Qualifikanten für das Bundeschampionat gesehen. So hat schon Abraxxas, das Gold-Pferd von Ingrid Klimke, in den frühen Jahren diese Jahrzehnts, noch unter seinem ersten Reiter Albert Habermann, Zuschauer und Richter bei seinen Runden in Harbarnsen begeistert. Der Bundeschampionatsgewinner von 2010, Songline, startete hier 2009 erfolgreich in der Kombiprüfung der Klasse A unter seinem Reiter Andreas Dibowski.

 

 

 

Die Geländestrecke des Reitclubs Harbarnsen liegt im Gutspark des Ritterguts Harbarnsen, und in einem in Richtung Woltershausen liegenden anschließenden, in Nord-Süd-Richtung ausgestreckten Bachtal. Sie besitzt Lehmboden, mit teilweise tonigen Flächen oder Schwemmland auf der Westseite und einen deutlich geneigten, schmalen Hang aus mit Waldboden überlagertem Kalksteinuntergrund auf der Ostseite. Im westlichen Teil schließen sich Weiden (Wiese), Dressur- und Springplätze, Stallungen und Reithalle an. Im Norden liegt der eigentliche Gutshof mit dem Gutspark und dem Teich. Der Hang im Osten („Weinberg“) ist ein ehemaliger Obstgarten, der jetzt weitgehend mit Fichten (Wald) bestanden ist, in dem sich langgezogene Galoppstrecken von über 500 m befinden. Diese liegen parallel zu einem Bachlauf auf dem Kamm oder unmittelbar am steilen Bachufer. Im Süden geht der Fichtenbestand in einen Eichen-, Pappel-, Weidenbestand über und endet in den sogenannten Friedhofs- und Hangweiden in Richtung Woltershausen.

Die Geländestrecke unterteilt sich in verschiedene, natürlich abgegrenzte Bereiche.

Es sind

1. der Gutspark mit zwei Wasserstellen und einigen technischen Hindernissen zu nennen,

2. der Bereich zwischen Park und Springplatz mit seiner zur freien Galoppade einladenden Wiesenfläche,

3. der Springplatz selbst bietet eine ganze Reihe fester Hindernisse (u.a. Coffin, Wall, Treppe) die gut vom Richterturm einzusehen sind,

4. der Bereich der Friedhofsweide mit den Pappelsprüngen, der L-Ecke, einigen Bäumen und einem weiteren Wall,

5. die Wellenbahn hinter dem Dressurviereck,

6. der Wald mit zahlreichen Auf- und Absprüngen am Hang und dem berüchtigten Lüntzel-Graben  und

7. die Hangweide mit den Auf- und Tiefsprüngen auf dem Hang und dem Graben.

8. Transportable Hindernisse

 

 

Die Geländestrecke ist zunächst nur für eine private Nutzung eingerichtet worden, fand dann allerdings schnell auch andere Liebhaber. Die Strecke ist von Geländeparcourschef Dr. Schönrock konzipiert und in der ersten Zeit auch alleine gebaut und genutzt worden. Früh wurden jedoch externe Berater hinzugezogen. Hier sind Namen wie Jürgen Mönkemeyer, Claus Münkel, Edmund Minhoff und Friedrich-Wilhelm Korte zu nennen. Entscheidenden Einfluß nahm in der Anfangszeit der ehemalige Landestrainer Uwe Wandrey. Seit 1997 nehmen die Parcourschefs oder andere Mitarbeiter des Reitclubs regelmäßig am Norddeutschen Parcourschefseminar von Burkhard Beck-Broichsitter teil, der damit indirekt ebenfalls Einfluss auf die Gestaltung der Geländestrecke hat. Inzwischen wird die Geländestrecke von einer größeren Gruppe von Helfern des RC Harbarnsen gepflegt und laufend erweitert.

Das Geländetraining findet regelmäßig Dienstags und Donnerstags unter Leitung von Parcourschef Dr. Gerd-Uwe Schönrock oder Sportwart Ingo Grote statt. Cheftrainer der Vielseitigkeitsreiter in Harbarnsen ist Andreas Weiser. Es gibt Lehrgänge mit Andreas Weiser oder anderen externen Trainern.

 

 

Die zunächst nur mit festen Hindernissen gebaute Geländestrecke verfügt in den letzten Jahren über zahlreiche variabel aufstellbare transportable Hindernisse.